Psychobiotika: Den Stress einfach wegessen?

Bakterienkulturen im Magen- und Darmbereich nehmen Einfluss auf unsere Gesundheit. Das könnte auch den Weg für sogenannte Psychobiotika freimachen, sagen Mediziner.
Ein Mikroskopbild zeigt zahlreiche blaue längliche Baktieren
Bakterienkulturen im Magen- und Darmtrakt sind entscheidend für unsere Gesundheit. Werden sie bald als Psychobiotika gezielt auch gegen psychische Probleme eingesetzt? Foto: pixabay.

Das „Zauberwort“ heißt Psychobiotika. Gemeint sind Bakterienkulturen, die helfen können, Stress im Körper abzubauen. Im Magen und Darmtrakt sind bekanntlich Bakterien angesiedelt, die auf die Gesundheit – und auch auf die Psyche – Einfluss nehmen. Und schon jetzt gehören sogenannte probiotische Kulturen im Joghurt nicht nur zur gesunden Ernährung, sondern können auch gezielt eingesetzt werden – weil sie nachweislich gelassener machen.

Psychobiotika als gezielter Stimmungsaufheller

Wissenschaftler und Mediziner arbeiten deshalb daran, auch Möglichkeiten zu schaffen, über die Ernährung und eben Psychobiotik – also die sogenannten Psychobiotika – positiven Einfluss auf psychische Probleme nehmen zu können. Den Stress also einfach wegessen? Es könnte durchaus sein, dass das demnächst möglich wird, sind Wissenschaftler jedenfalls durchaus optimistisch.

Auch bestimmte Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter haben diese Wirkung

Auch Baldrian kann beruhigend wirken. Im Zusammenspiel mit Bakterien könnten positive Wirkungen verstärkt werden, finden Wissenschaftler. Foto: pixabay.com

Wobei auch bestimmte Gemüse- und Obstsorten entsprechende Wirkungen auf den Körper und das Wohlfühlen haben können. Wie man ja auch beruhigende Kräuter kennt – oder weiß, dass scharfe Gewürze die Stimmung „anheizen“ und ein bisschen euphorisch machen können. Zudem ist es nicht nur wichtig was, sondern eben auch wie man es isst. In Ruhe und mit Genuss hilft spürbar, Stress im Leben zu bekämpfen. Und beim Essen einfach mal nicht über genau das zu reden oder nachzudenken, was den Stress ausgelöst hat. Die Arbeit zum Beispiel. Und nicht zu vergessen: Handy weg vom Tisch, raten Psychologen. Denn schon die Nähe macht mitunter Lust, draufzuschauen.

Psychobiotika sind dabei nur ein Weg von vielen möglichen

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