Tattoos gefährlich für Haut und Körper?

Welche langfristigen Folgen Tattoos für die Gesundheit hat, ist noch unklar. Wichtig ist aber, auf die Inhaltsstoffe der Farben zu achten.
Tattoos gehören längst zum Alltag. Aber was machen sie mit der Haut und im Körper? Foto: pixabay.com

Sie sind längst keine Besonderheiten im Stadtbild mehr: bunte Tattoos. Und doch gruselt es einige beim Gedanken daran, sich mit einer Nadel Farbe unter die Haut spritzen zu lassen. Und was passiert dort eigentlich dann? Ist das Ganze vielleicht sogar gefährlich für die Haut? Oder den Körper insgesamt?

Medizinische Studien zu Tattoos

Längst laufen auch an Universitäten Studien, was Tattoos auf der Haut und im Körper auslösen können. So ist mittlerweile klar, dass immerhin ein Drittel der Tattoo-Farbe mit der Zeit aus der Haut abtransportiert wird. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass bis zum Lebensende bis zu 80 Prozent der Farbe verschwunden sind. Was mit der Farbe im Körper passiert, ist allerdings bisher noch nicht ganz klar. Auch nicht, ob sie sich beispielsweise in anderen Organen ablagert.

Ausgeschlossen werden kann es allerdings nicht. Sehr sicher ist aber, dass das körpereigene Immunsystem die Farbstoffe als Fremdkörper erkennt und die Abwehrzellen sie dann über die Blutbahnen zu den Lymphgefäßen transportieren. Dort lagert sich die Farbe dann ab; mitunter verfärben sich die Lymphgefäße dann sogar in den entsprechenden Farbtönen. Welche langfristigen Folgen die Farbpigmente im Körper haben können, ist ebenfalls noch offen. Dass beispielsweise in einigen der Farben krebsauslösende Stoffe gefunden wurden, muss noch lange nicht heißen, dass Tattoos zwangsläufig Krebs auslösen können, machen Mediziner deutlich.

Männlicher Oberkörper mit Tattoos. Im Artikel: Tattoos gefährlich für Haut und Körper?
Quelle: pexels.com

Vorsicht bei Nickelallergie

In jedem Fall sollte vorher geklärt werden, welche Stoffe in der Farbe enthalten sind. Bei bestehender Nickelallergie zum Beispiel, ist es dringend ratsam, auf nickelhaltige Tattoo-Farben zu verzichten. Nicht ausgeschlossen ist zudem, dass es zu Entzündungen oder Infektionen kommen kann. Denn die Tattoo-Nadeln zerstechen schließlich die natürliche Schutzbarriere der Haut. Bei schlechter Hygiene könnten also Bakterien, Viren oder Pilze ziemlich problemlos in die Wunde eindringen.

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